Das Schweigen nach der verheerenden Nacht von Tlatelolco im Rahmen der Olympischen Spiele 1968. Die Bedeutsamkeit des Werkes "La noche de Tlatelolco" (en Alemán)
Reseña del libro "Das Schweigen nach der verheerenden Nacht von Tlatelolco im Rahmen der Olympischen Spiele 1968. Die Bedeutsamkeit des Werkes "La noche de Tlatelolco" (en Alemán)"
Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Lateinamerika, Note: 1,0, Universität Passau, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahr 1968 gab es tiefe Gräben in der mexikanischen Gesellschaft, die sich durch wochenlange Proteste, hauptsächlich durch Student*innen organisiert, äu erten. Diese verliefen bis zu jener eskalierenden Nacht weitestgehend friedlich, jedoch wurde das Massaker von Tlatelolco (Matanza de Tlatelolco) von der Regierung gezielt geplant und durchgeführt. Hauptverantwortlich dafür war der damalige Präsident Gustavo Díaz Ordaz, der die Student*innendemonstrationen durch Militär und Geheimpolizei blutig niederschlagen lie . Zu Beginn dieser Arbeit möchte ich die Beweggründe aufzeigen, die zur verheerenden Nacht von Tlatelolco führten. Im weiteren Verlauf wird die Bedeutsamkeit des behandelten Werkes "La noche de Tlatelolco" beleuchtet. Durch die Zusammenstellung von Zeitungsberichten, Polizeiberichten sowie Zeugenaussagen verschiedener Sichtweisen, hat Elena Poniatowska ein fundamental essenzielles Werk geschaffen, das die Gräueltaten jener Nacht bis ins kleinste Detail beschreibt und somit an die Öffentlichkeit brachte. Es ist die erste Literatur zur Aufdeckung von Ereignissen, die durch minutiöse Nachforschung das Ausma dieses Massakers ans Tageslicht brachte. Mexikanische Journalist*innen sowie die Weltpresse waren dazu nicht in der Lage bzw. wurden von der Regierung mundtot gemacht. Ohne die Bemühungen von Elena Poniatowska wüsste die Allgemeinheit wohl sehr wenig über die Geschehnisse. Darauf aufbauend wird in dieser Arbeit vertieft die damalige Vertuschung der Ereignisse durch die Regierung im Rahmen der zehn Tage später stattfindenden Olympischen Spiele dargelegt. Die Olympiade 1968 in Mexiko-Stadt war ein Prestigeprojekt der mexikanischen Regierung und somit musste die Planung und Durchführung makellos sein, um Mexiko als exotisches, lebensfrohes und wirtschaftlich stabiles Land zu repräsentieren. Der Druck war enorm, d